Gemäß
einem Artikel von Ole. G. Jensen in Greenlandairs
Inflight-Magazine "Suluk", beschreibt das Wort Tupilak eine weite Auswahl
von kleinen Figuren, die entweder Tupilaks oder andere mythische oder spirituelle
Geschöpfe darstellen.
Ursprünglich
war der Tupilak eine Figur, die aus verschiedenen Materialien geschaffen
wurde wie Teilen von Tieren, Menschenhaar oder sogar Teilen einer Kinderleiche.
Diejenigen, die sich mit Hexerei auskannten, sammelten diese Teile in einem
geheimen, abgelegen Platz, banden
sie zusammen, sangen
Zauberlieder über ihnen und erlaubten ihnen Lebenskraft von ihren
eigenen Sexualorganen zu saugen.
Danach war der Tupilak
bereit ins Meer gesetzt und loßgeschickt zu werden einen Feind zu
töten. Sich auf diese Art und Weise seiner Feinde zu erledigen war
jedoch nicht ganz ohne Risiko. Wenn der Feind größere Zauberkräfte
besaß, konnte er die Kraft des Tupilaks umwandeln und ihn wie einen
Boomerang an seinem Erschaffer zurück schicken und
ihn töten.
Mit anderen Worten, einen Tupilak zu einem Feind zu schicken war ein gefährliches
Spiel.
Niemand hat je einen
richtigen Tupilak gefunden. Sie sind verschwunden, da sie aus vergänglichen
Matrialien gemacht wurden. Davon abgesehen sollten sie sowieso von Niemandem
gesehen werden. Als die ersten Europäer nach Ostgrönland kamen
und von Tupilaks hörten, wurden sie neugierig und wollten mehr darüber
wissen. Deshalb begannen die Grönländer Tupilaks zu schnitzen,
um den Europäern zeigen zu können wie sie aussahen.
Die ältesten
Tupilaks waren aus Holz und Fell gefertigt und sind den authentischen,
alten Figuren am ähnlichsten. Heut-
zutage verbindet
man diese Figuren hauptsächlich mit Ostgrönland, wo die Vergangenheit
noch deutlich zu spüren ist und man eine reiche Schnitzer-Tradition
bewahrt hat.
Von den frühen
dreißiger Jahren bis zum Ende der siebziger Jahre wurden Tupilaks
hauptsächlich aus Pottwahlzahn geschnitzt. Dieses sind die Figuren,
die die meisten von uns kennen und die wir mit Tupilaks verbinden. Als
eine Kuriosität der späten sechtziger Jahre wurden einige Tupilaks
aus Büffelhorn geschnitzt, das vom alten grönländischen
Handels-
departement KGH
aus Afrika importiert wurde.
Seitdem das Artenschutzabkommen
den Handel mit Pottwahlzähnen verbietet, werden andere Materialien
wie Walroß- und Narwahlzahn und vor allem Rentiergeweih für
die Anfertigung von Tupilaks benutzt.
Neuzeitige Tupilaks
sind harmlos. Die Einzige Gefahr besteht dain, daß man einen Tupilak
als Souvenir kauft und sich mit der Zeit zu einem seriösen Sammler
entwickelt.
Für Bilder von
Tupilaks bitte hier klicken:
Tupilaks
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II | Tupilaks
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IV
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